Sovak. clear vision[s]

Ausstellung in der Kunsthalle

Mannheim

vom 2. Sept. bis 23. Okt. 2016

 

Vernissage: Donnerstag, 1. Sept., 19.00 Uhr

 

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Sovak.clear vision[s] // Unter der Schirmherrschaft des tschechischen Botschafters widmet die Kunsthalle Mannheim dem in Böhmen geborene Künstler Pravoslav Sovak eine Retrospektiv-Ausstellung im Jahr seines 90. Geburtstages. Der seit 1969 in der Schweiz lebende Künstler zählt zu den international bedeutendsten Graphikern seiner Generation. Neben seiner Teilnahme an der 36. Biennale in Venedig 1972 ist er mit hochkarätigen Arbeiten in öffentlichen Sammlungen wie dem Museum of Modern Art in New York, der Albertina in Wien oder dem British Museum in London vertreten.

Seine Arbeiten, die sich meist in Werkgruppen oder Serien einordnen lassen, befassen sich inhaltlich mit gesellschaftspolitischen und philosophischen Themen sowie existentiellen Fragestellungen. Auch atmosphärisch dichte Landschaftsbilder, Museums- und Reiseimpressionen, wie Wüsten- und Skyline-Ansichten sind Inhalte seiner Sujets.

Sovak ist ein Meister der Druckgraphik, der seine oft poetischen Bildwelten in aufwendigen, quasi-alchemistischen Techniken entstehen lässt. Er druckt in hochkomplexen Verfahren mit bis zu acht verschiedenen Platten, perfektioniert Fotoradierungen, liebt collagierende Mischungen sowie aquarellierende Überarbeitungen und macht nahezu jeden Abzug in seinen fein austarierten Nuancen zum Original. Sein Spätwerk zeichnet sich zudem durch Collagen mit Spuren aus seinem Leben sowie großformatige digitale Arbeiten aus. Gestalterisch dominieren klare, fast minimalistische Strukturen, Netz- und Rasterbildungen, die mit feinsten Schleierwirkungen und temporär kraftvoller Gegenständlichkeit überzeugen. Im Zuge der Ausstellung erarbeitet die Kunsthalle Mannheim ein Werkverzeichnis der Druckgraphik und Collage von 1995 bis heute, das zur Ausstellungseröffnung erscheinen wird. Die Brisanz der Themen sowie die attraktive Brillanz der Techniken wird durch vielfältige Bezüge zum Kubismus, Minimalismus oder der Pop Art erweitert und lädt zu einer Auseinandersetzung mit der (Druck)kunst ein.